Dein Titel
An Straßenbahnfenstern auf Kopfhöhe immer mal wieder der fettige Abdruck eines müden Hauptes, welcher den Blick nach draußen unscharf macht und an all das unangenehm Fremdkörperliche erinnert, dem man in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgeliefert ist. Bei zu intensiver Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist ein kurzes Gefühl der Verbundenheit mit vom Waschzwang dominierten Menschen nicht mehr auszuschließen
11.10.07 22:28


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to be countinued...

In Anbetracht dessen, das ich mir schwor, diesen Blog mit disziplinarischer Kontinutität zu verfolgen und es nicht so zu behandeln wie all meine Tagebücher zuvor, die, bedacht mit allen guten Vorsätzen, dennoch in irgendwelchen Ecken rumgammelten und kurz vor Ende des Jahres ihr trauriges Ableben in einer Mülltonne verzeichnen konnten, bitte ich erwartungsvoll zu bedenken, das ich rotwangig vor Eifer in den Untiefen meines Universums Steine klopfe, Wände zum Einsturz bringe und neue Mäuerchen baue. (Es lebe der verschachtelte Satz...)

Ich sehne das Wochenende und ungestörtes Basteln herbei, denn leider kam mir heute noch ein wenig die Arbeit dazwischen.
16.5.06 17:07


ambition

Endlich ein drittes englisches Lieblingswort gefunden: Brussels sprout. Die beiden anderen sind bodacious und das göttliche squirrel. Das bislang einzige dänische ist feriehuset. Liest sich unspektakulär, aber ich hab das mal auf einer Sprachkassette gehört, das wird ungefähr feriälll*gulp* ausgesprochen.
10.3.06 19:09


bsss...

Bereits seit den Morgenstunden surrt eine Fliege in meinem Zimmer umher, die propellerähnliche Geräusche von sich gibt, ganz so, als sei sie Karlsson vom Dach.

In Anbetracht dessen, das ich dieses weltbeste Arschloch in meiner Kindheit mehr als unangenehm empfand und überhaupt nicht so lustig, wie vermutlich eigentlich vorgesehen, zucke ich jedes Mal zusammen, wenn sie sich in meine Nähe verfliegt.
9.3.06 20:38


Zum Wohl, Proust

?Um zu verhindern, dass ich auf der Fahrt Erstickungsanf?lle bek?me, hatte mir der Arzt geraten, bei der Abreise eine reichliche Dosis Bier oder Kognak zu trinken, um dadurch in einen von ihm als 'euphorisch' bezeichneten Zustand zu geraten, in welchem das Nervensystem vor?bergehend weniger verletzlich sei.?
22.12.05 16:34


The End Has No End

5 Grad vor der Haust?re, 21,5 Grad in meinem Schlafzimmer, 37,9 Grad in meiner Gro?hirnrinde; gesch?tzter Promillewert: 0,0. vermutete ?berlebensdauer mit diesen Werten: 29%.

Gegen 5 Uhr fr?h mit akuten und krampfartigen Schmerzen erwacht, zwei Stunden leise wimmernd durch die dunkle Wohnung getigert und -wirr im Kopf von den Schmerzen- die ?blichen differentialdiagnostischen Gedanken angestellt.

Im weiteren Tagsverlauf das ein und andere mal dem Wachzustand nicht standhalten k?nnen und davon getr?umt das der S?nger der Jets Of Brazil mir meine Krankheit erl?utert: ?Your X-Rays have just come back from the lab and we think we know what your problem is...?. In Ungewissheit aufgewacht.
16.12.05 17:07


Kindermünder und Wahrheitsgehälter

Zum Gl?ck befinden sich zwischen den m?rrischen Arbeitstieren im Bus manchmal Kinder, die laut solche S?tze sagen: ?Da kommt ein Mann rein, der sieht wie aus ein Hund!? Ich konnte nicht sehen, wen das M?dchen meinte, aber die Einsch?tzung wird wohl gestimmt haben. Jeder Mensch sieht wie aus irgendein Tier. Besser Hund als Eule, Ziege* oder gar Gottesanbeterin. Ich selbst werde gelegentlich mit einem Hamster verglichen [und zwar von jemandem, der selbst kaum von einem Koalab?ren zu unterscheiden ist].

* Wie ich beim Ausgehen beobachten konnte, betonen viele Indie-M?nner derzeit ihre Ziegenanteile durch entsprechende Barttracht.
13.12.05 21:09


Sehnsucht, in Öl oder Fett gebratene

Wirklich, ich hatte mit allem gerechnet. Nur nicht mit dem Zufall.
12.12.05 20:33


...Vote For Bundeskanzler...

Soll doch der doofe Harry Potter Bundeskanzler werden. Auf den kann sich das deutsche Volk ja offensichtlich einigen. Die Industrie k?nnte sich am Merchandising noch d?mmer und d?mlicher verdienen als bisher. Von den Einnahmen w?re mit Sicherheit auch das ein oder andere Haushaltsloch wieder gestopft, des B?rgers Geldanlagen lie?en sich dann auch weiterhin prima auschlachten und Quote bringt er auch noch. Everybody happy?
21.11.05 19:17


digital bath

Ich m?chte gerne die Word Rechtschreibpr?fung hinrichten. Sie unterstreicht mir st?ndig vollkommen legitime und unschuldige W?rter in schockierendem blutrot, ohne Angaben von Alternativen. As ist unertr?glich, sich st?ndig diese zu unrecht stigmatisierten und entw?rdigten W?rter anzuschauen. dazu noch diese ekelhafte Penetranz und Rechthaberei der heiligen Microsoft-word?schen Inquisition. L?sst sich nicht ein findiger Programierer unter den geneigten Lesern auftun? Mein hinterlistiges Ich w?re dankbar, f?r ein kleines, aber fieses Programm, das der Word Rechtschreibpr?fung zuerst starke schmerzen zuf?gt, um ihr dann mit letaler Wirkung in furchtbar bin?rer Art und Weise in die Software zu treten und sie dadurch ins digitale Nirvana schickt. Eine Scheidung k?me einfach zu teuer.
19.11.05 17:19


Geburtstagsblues

Version 2.0 : Es dauert von nun an immer l?nger, bis ich mein Gesicht in die ?bliche Form geknetet habe und mich koordiniert bewegen kann; ein Gelenk f?llt absofort immer aus der Rolle.
18.11.05 14:53


Nach gut 20 Jahren

Fr?her dachte ich, ich w?sste, was ich mal werden will.
Heute wei? ich, alles ?ndert sich...
15.11.05 16:06


Der 11te im 11ten...

Harke auf Kopfsteinpflaster ist ein interessantes Instrument. Wie Fingernagel auf Schieferntafel oder Gabel auf Porzellanteller durch ein Megaphon. Das Stadtreinigungsm?nnlein fing gegen 5:45 Uhr am Bahnhof K?ln-S?d darauf zu spielen an, wanderte bed?chtig erst links die Treppen rauf (langsam abschwellend), dann rechts runter (langsam anschwellend). Im Hintergrund begleitete ihn sein Fliewat??t, das die dabei entstehenden Laubhaufen get?sig aufschl?rfte. Mittendrin eine Vokaleinlage: unverst?ndlich, jedenfalls mit unbekanntem Akzent, dargeboten vom Stadtreinigungsm?nnlein und einem Hardcorekarnevalisten.
14.11.05 21:33


Proust

?Ich kann Ihnen absolut nicht sagen, Monsieur, ob es geregnet hat. Ich lebe so entschieden au?erhalb all dieser physischen Bedingungen, dass meine Sinne sich nicht mehr die M?he machen, sie auch nur zu registrieren.?

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. 1, 126.
10.11.05 18:36


time is running out

Wohl aus Protest, um die Zeit festzuhalten, ist heute meine Armbanduhr stehengeblieben (Getriebe? Kupplung? Brennstoffzelle?). Mein Kopf und Herz sind schwer, das Leben stellt jetzt wieder unm?gliche Fragen und fordert knallharte Entscheidungen: welche Jacke ist diesem Wetter angemessen? Soll ich sp?ter Riester-Rente beantragen? Und was ist das ?berhaupt? Besingt Ryan Adams in seinen Liedern mein Leben? Soll ich den Fernseher abmelden? Wo gibt es Pommes frites al dente? Lebe ich am falschen Ort? Lebe ich ?berhaupt?! Man kann ja ?ber alles nachdenken, nur nicht ?ber f?nf Minuten.

Auf dem Weg zu den Sternen sind wir alle alleine. Stimmt n?mlich. Ach h?rt mir doch auf mit sowas.
Wenn es die Sterne sind, die mir vor Augen flimmern, kann es wenigstens nicht mehr weit sein.
6.11.05 21:14


For What It's Worth...

Ein Experte wetterte neulich gegen die vielzuvielen Geschenkanl?sse in den USA. Als w?re nicht auch der hiesige Einzelhandel heilfroh dar?ber, dass sich zum ?berfl?ssigen Valentinstag das ?berfl?ssige Halloween gesellt hat. Zwischen den Zeilen seines anglizismengespickten Textes sch?umte es m?chtig.
31.10.05 11:53


wasting my air

Bei einer aus Zeitdruck hektischen Nahrungsaufnahme auch noch den Platz im Bus erwischt, an dem ich das d?mmlich-dreiste Gequatsche einer selbstgef?lligen Jungrentnerin mith?ren musste, die unter dem aufgegeilten Kopfnicken ihrer beiden Tratschkomplizen die letzten Neuigkeiten aus den Arztpraxen dieser Welt berichtete . Sie wei? nat?rlich alles besser, die Doktoren haben keinen Schimmer und wollen nicht 'rausr?cken mit den guten Sachen, mit Tranquilizern, Kastanienextrakt und Kuren, mit mehr Rente, mit mehr von allem und ?berhaupt. Beifall von den R?ngen, als sie in aggressivem Ton von den Widerworten erz?hlt, die sie zu geben pflegt. Ich ergatterte meine n?chste Lektion aus der Reihe: "lerne leiden, ohne zu klagen".
28.10.05 19:22


das riecht nach ärger...

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da schienen meine eltern einfach schlichtweg und ergreifend gar nicht so begeistert zu sein als sich meiner einer heute mit einem lippenpiercing blicken lie?. aber was soll ich sagen... ich liebe die gefahr
27.10.05 18:24


apply some pressure

Ich m?chte sicherheitshalber ansagen, das ich nicht die "?ltere Person" war, die (wie der Verkehrsfunk heute morgen durchsagte) im Bereich der Autobahn Lotte-Osnabr?ck auf der Fahrbahn herumlief. Obwohl ich mich heute so f?hle. V?llig zusammengezogener Sch?del. Tiefdruckrinne mitten ?ber der Stirn. Lahme Zunge, weil ich dauernd pr?fe, ob wenigstens noch alle Z?hne festsitze.
26.10.05 17:19


Let's Ask TED

Man kann keine neue Tasche mehr kaufen, in der nicht irgendwo eine kleine Extra-Handytasche untergebracht ist. ?berall laufen mehr und mehr klingelnde und singende Aktentaschen durch die Gegend. Und das Gefummel, wenn ein Gespr?ch ankommt: Rei?verschl?sse zippen, Gurte l?sen, Druckkn?pfe ?ffnen - in der Zeit k?nnen alle Umstehenden den Tascheninhaber klassifizieren, auf der Grundlage des eingestellten Handytons (Diva, Pops?nger, Cola-Trinker, T?rkei-Urlauber, usw.).

Warum wohl sagen so viele Leute "Ach DU bist es!" zur Er?ffnung des Gespr?ches? Manchmal mit einem leisen Anflug von genervter Entt?uschung in der Stimme, als h?tte der Anrufer sie vom Klo geholt oder w?rde nun die Leitung belegen, auf der sich eigentlich der Papst melden sollte...
25.10.05 16:55


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